Goldreserven - Widdershausen aktuelles Projekt

Chronik Widdershausen
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Goldreserven

Chronik 3 > 2.Weltkrieg
Die Goldreserven im Kalibergwerk Merkers
am 8. April 1945
Anfang 1945 zeichnete sich ab, dass die militärische Lage von Berlin hoffnungslos geworden war. Von Osten näherte sich rasch die Rote Armee, und aus der Luft liess die stete Serie alliierter Bombenraids nicht mehr nach. Am 31. Januar 1945 schlug der Reichsminister der Finanzen, Ernst-Anton Kroigk, vor, die Reichsregierung sowie die Gold- und Devisenbestände der Reichsbank nach Thüringen zu verlagern. Eine Evakuierung der Reichsregierung lehnte Hitler ab, nicht jedoch die der Reichsbankschätze. Am 3. Februar erhielt auch das Gebäude der Reichsbank mehrere Volltreffer. Für die Währungshüter des Tausendjährigen Reichs war dies das Zeichen, mit ihren Evakuierungsplänen Ernst zu machen: Vom 12. Februar bis zum 13. März 1945 verliess ein Spezialzug mit vierundzwanzig Eisenbahnwaggons die Hauptstadt und brachte den wesentlichsten Teil der Gold- und Devisenvorräte nach Thüringen, wo sie im Schacht Kaiseroda II/III der Wintershall AG bei Merkers eingelagert wurden. Die Operation wie auch das Geheimdepot erhielten den Code "Walroß". Unmittelbar nach dieser Aktion brachten - einer Weisung der Reichskanzlei folgend - auch die Berliner Staatlichen Museen ihre wertvollsten Schätze in den Kalischächten von Merkers unter.