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Gérard Le Gué - Widdershausen aktuelles Projekt

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Chronik Widdershausen

Gérard Le Gué

Chronik 3 > 2.Weltkrieg > Zwangsarbeiter
Zwangsarbeiter in Widdershausen

 Gérard Le Gué wurde am 23. Juni 1916 in Coudreceau, Eure-et-Loir,  in Frankreich geboren.

Er war von Beruf Schreiner und mit der Herstellung von Handwagen beschäftigt, er wurde bereits 1941 nach Deutschland zwangsverschleppt.

Er kam als Kriegsgefangener nach Heringen und musste in der Schmiede von Friedrich Jakob Rudolph (1888-1953) arbeiten.
Mit dem Schwiegersohn vom Schmiedemeister Robert Fabig (1910-1988) hat er die ganze Zeit in der Schmiede zusammengearbeitet.
Nach 23 Jahren besuchte Gérard Le Gué seinen ehemaligen "Arbeitgeber" die Schmiede von Friedrich Jakob Rudolph in Heringen, in der er fast 5 Jahre als Zwangsarbeiter gearbeitet hat.
Ein Displaced Person (DP), oder auf Deutsch eine heimatlose Person, ist eine Person, die aufgrund von Krieg, Verfolgung oder anderen Umständen gezwungen wurde, ihr Zuhause zu verlassen und sich außerhalb ihres Herkunftslandes befindet, ohne die Möglichkeit zur Rückkehr oder Neuansiedlung. Der Begriff wurde vor allem im Zusammenhang mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs geprägt, als Millionen von Menschen, darunter ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene, in DP-Lagern untergebracht wurden.

Stefan Chymyn war im Besitz einer Registration Record, d.h. er konnte sich als Displaced Person (DP) ausweisen und wohnte als solcher noch am 15.3.1946 im Haus 80 in Widdershausen.
Aufstellung der polnischen Zwangsarbeiter (Liste B), die in Widdershausen gearbeitet bzw gewohnt haben, ausgestellt am 27.10.1947 durch den Bürgermeister Karl Ruch. Durch diese Liste wissen wir, dass Stefan im Haus 80 an der Werrabrücke gewohnt hat.
Die Registration Record weist Stefan Chymyn als Displaced Person (DP) aus
Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) war eine nationalsozialistische Organisation, die am 10. Mai 1933 gegründet wurde, um die verbotenen Gewerkschaften zu ersetzen und die Kontrolle über die deutsche Arbeiterschaft zu übernehmen.
Sie legte die Löhne fest und folgte fast immer den Wünschen der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer.

Das oben abgebildete Schreiben vom 18.03.1943 der Wintershall AG Heiligenroda geht an die Kreisverwaltung Eisenach der Deutschen Arbeitsfront.
Es geht um die Meldung, welche Zwangsarbeiter (Ostarbeiter) für einen Sonderzug, der am 18.04.1943  in die Vernichtungslager in der Ukraine vorgesehen werden können.
Stefan Chymyn 01.03.1922 und Johann Fizer 27.07.1909 waren für diesen Zug gemeldet.

Da Stefan Chymyn als Geburtsort immer wieder Breslau in Schlesien angegeben hat, statt Boryslaw in der Ukraine könnte ihm dies das Leben gerettet haben.
Die alte Schmiede von Friedrich Jakob Rudolph - Auf der Höhe 2 in Heringen - heute die Bauschlosserei Ludwig Rudolph
Gérard Le Gué  stirbt am 28. März 2004 mit 88 Jahren in Nogent-Le-Rotrou, Eure-et-Loir, Centre-Val-Loire zwischen Chartres und Le Mans.
Quellen:
Arolsen Archives:
https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/70401220?s=Clement%20Bourlette&t=581131&p=0
Ancestry:
https://www.ancestry.de/search/?name=Clement_Bourlette&birth=1922_aube-frankreich_202078&death=1952_troyes-aube-frankreich_222103&count=50&location=5087&name_x=1_1&priority=french&searchMode=advanced
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